U-Bahn Netz

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Das erste Mal Kontakt mit der U-Bahn kann man direkt am Narita-Airport haben. Dort besteht die Möglichkeit für circa 1200 Yen pro Person die Keisei Main Line bis nach Ueno zu nutzen. Das Ticket kann direkt am Flughafen erworben werden. In Ueno gibt es im Anschluss die Möglichkeit per Ginza-Line seinem gewünschten Ziel ein Stück näher zu kommen. In Tokyo stehen dem neugierigen U-Bahn-Fahrer bis zu 12 verschiedene Bahnlinien zur Verfügung.

Auf den ersten Blick kann das recht unübersichtlich sein, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase findet man sich schnell zurecht. Wenn man ganz geschickt schaut lässt sich, durch das Umsteigen am richtigen Ort, sogar etwas sparen. Das erste, was jedem neuen Besucher der Tokyo-Metro auffallen sollte, ist die große Reinlichkeit der Japaner. Am Bahnhof selbst herrscht Rauchverbot, welches auch strikt eingehalten wird. Die U-Bahn Bereiche sind penibel sauber gehalten. Teilweise wird hier täglich gewischt oder sonstiger anfallender Dreck beseitigt. Gleichzeitig sind die U-Bahn-Stationen in Tokyo sehr ansprechend gestaltet. Als einziger negativer Punkt sei anzumerken, dass die Strecken zwischen den Gleisen und dem Tageslicht oder von einer Station zur anderen Station oftmals mehrere hundert Meter und / oder diverse Rolltreppen betragen können. Die Waden freuen sich sicherlich über die gefühlten 1000 Stufen. Die Suche nach etwas herumliegendem Müll wird da schon zum Geduldsspiel. An den Gleisen stehen oftmals auch ein oder zwei Mitarbeiter, welche entsprechende Durchsagen machen, sobald ein Zug einfährt. Gleichzeitig sind sie dafür zuständig, dass keiner auf das Bahngleis fällt. An U-Bahn-Stationen, wo keine Mitarbeiter für die Sicherheit zuständig sind, ist der Bereich zu den Gleisen durch eine Trennwand abgesperrt. Auch dies dient selbstverständlich der Sicherheit. Die Türen öffnen hierbei dann auch immer im richtigen Bereich.

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An vielen Stationen gibt es zudem kostenloses Wifi zu nutzen. Meist muss man sich hierfür einfach kostenlos auf der Internetseite vom entsprechenden Hot-Spot registrieren. In vielen Filmen ist zu sehen, dass die Menschen in die jeweiligen U-Bahnen hineingedrückt werden. Als Tourist konnte ich selbst nicht viel davon mitbekommen, da ich selten während des Berufsverkehrs unterwegs war. Zum Feierabendverkehr kann ich jedoch mitteilen, dass es auch nicht voller ist, als in deutschen Großstädten. Das könnte auch daran liegen, dass die Bahnen in Tokyo circa alle 2 Minuten fahren und so niemand lange warten muss. Die letzte Bahn hingegen fährt um kurz vor 1 Uhr. Die erste hingegen um circa 5 Uhr. Wer also die letzte Bahn nicht erwischt, kann entweder die Nacht durchfeiern, sich in ein Internet-Cafe verziehen oder eine andere Schlafmöglichkeit ersuchen.

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Die Fahrkartenautomaten in Tokyo lassen sich problemlos auf Englisch einstellen. Mit den Fahrkarten kommt man dann an den Schranken zu den Gleisen einfach vorbei. Sollte beim auschecken die falsche Karte gekauft sein, lässt sich dort leicht eine Karte nachkaufen. Es ist also nahezu unmöglich schwarz zu fahren. Wem das alles auf Dauer zu umständlich ist, der ist mit der Pasmo oder Suica Karte bestens ausgestattet. Erwerben kann man solch eine Karte an den vielen Fahrkarten-Automaten oder in einem der zahlreichen Informationsständen an diversen Stationen. Meine Suica Karte habe ich am Hauptbahnhof in Tokyo, natürlich in einer Informationsstelle gekauft. Die Karten gibt es ab 1000 Yen zu kaufen, wovon 500 Yen als Pfand für die Karte anfallen. Wenn die Karte irgendwann zurück gegeben wird, lassen sich die 500 Yen zurück auszahlen. Ich habe meine Karte jedoch behalten, da sie 10 Jahre gültig ist und ich in dieser Zeit bestimmt noch einmal nach Japan reisen werde. Die Karte lässt sich an allen Fahrkarten-Automaten mit mindestens 1000 Yen aufladen. Für Personen die viel mit der U-Bahn unterwegs sind, empfehle ich für 2 Wochen ruhig 10000 Yen aufzuladen. Vielleicht auch mehr.

Als letzte Anekdote sei folgendes noch zu erzählen:

Wenn ihr, wie ich im Urlaub, das Ziel Omorikaigan (ein Bericht hierzu folgt) anstrebt, um das dortige Aquarium zu besuchen, könnte es sein, dass Ihr in einem Express-Zug landet. Dieser befördert euch umgehend zum Haneda-Airport. Dies war nicht sonderlich schlimm, da ich nach kurzer Rücksprache mit dem dortigen Personal einfach zurück fahren konnte. Der Kurztrip hat mich circa 2 Stunden gekostet. Da ich an diesem Tag dann keine Zeit mehr für den Aquarium-Besuch hatte, musste ich in Shinagawa wieder umsteigen. Dort stand ich dann vor einer verschlossenen Schranke (das kann einem schon einmal einen Schreck einjagen). Der Mitarbeiter an der Schranke war relativ beratungsresistent, was vermutlich an den mangelnden Englischkenntnissen seinerseits und meinem grauenhaften Japanisch zu begründen war. Mit Händen und Füßen kann man also nicht jedes Problem lösen. Zu meinem Glück kam jedoch eine weitere Mitarbeiterin dazu, welche unser kleines Missgeschick mit dem „Falsch-Fahren“ aufklären konnte. Der Kurztrip hat mich dann circa 600 Yen gekostet, aber ich konnte schlussendlich Problemlos auschecken, um gleich wieder bei der nächsten Bahnlinie einzuchecken.

Zum Schluss noch ein paar Bildchen:

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