Next Level: Japan

Die Rainbow Bridge, aus Odaiba fotografiert

 

Meine erste Reise nach Japan ist mittlerweile abgeschlossen. Aufgrund meiner vielen Erfahrungen in diesem sehenswerten Land, möchte ich meine Eindrücke gerne an weitere Japan-Interessierte weitergeben. Viele meiner Erfahrungen werde ich Stück für Stück in einzelne Kategorien einordnen und in meinem Blog ausführlich präsentieren.

Mein Urlaub erstreckte sich über 15 Tage, im Juni 2015. Der Zeitraum Juni gilt mit als eine der wärmsten Zeiten Japans, weswegen oft abgeraten wird, in diesem Zeitraum das Land zu bereisen. Manchmal lässt sich der Urlaubszeitraum aber nicht anders legen. Mit 25 – 35 Grad tagsüber und am Abend bei immer noch um die 20 Grad warm, lässt sich der Urlaub dennoch gut bestreiten. In den 15 Tagen meines Urlaubs konnte ich Tokyo und dessen Umland ganz gut kennenlernen. Für jeden der lediglich 1-2 Wochen in Japan bleibt, kann ich empfehlen bei Tokyo und dessen Umland zu bleiben. Für Personen, welche länger in diesem schönen Land verweilen, lohnt sich durchaus eine Reise durch das ganze Land. Vorweg sei gesagt, dass ich lediglich circa fünf Wörter japanisch spreche und mich dennoch in Japan recht gut orientieren konnte. Es sollte sich also niemand davon abschrecken lassen, dass man ohne japanisch sprechen zu können, eine Reise in das Land der aufgehenden Sonne zu beschreiten. Falls das gewünschte Urlaubsziel sich nicht nur auf Tokyo beschränkt, sondern das ganze Land bereist werden soll, empfehle ich allerdings einen Japanisch-Kurs zu besuchen. Es sollte sich nämlich niemand darauf verlassen, dass die Japaner einem mit Englisch oder gar Deutsch zur Seite stehen. Der überwiegende Teil der Einheimischen, welche ich im Urlaub getroffen hatte, konnten kein Englisch oder nur sehr schlechtes Englisch sprechen. Besonders in Tokyo und dessen Metropolregion gibt es aber sehr viele offene Wifi-Hotspots, wodurch sich viele Tagesziele per Internet genauer eingrenzen lassen. Sollte kein Hotspot zur Verfügung stehen, sind die Einheimischen oft so nett, einem bestmöglich zu helfen. Einige waren sogar so höflich, mich bis zum gewünschten Ziel zu geleiten.

Ein Airbus A330 von Turkish-Airlines

Geflogen bin ich mit Turkish Airlines von Hamburg über Istanbul, nach Tokyo (Narita). Direktflüge gibt es meines Wissens nach nur von Frankfurt aus nach Tokyo. Wer von einem anderen Flughafen Deutschlands nach Japan fliegen möchte, wird zwangsläufig in Istanbul, Abu Dhabi, Amsterdam, Moskau oder einem anderen Zwischenziel umsteigen müssen. Der Flug nach Istanbul war im A320. Ein Flug der leider wenig Komfort bot. Nach meinem Umstieg in Istanbul, in eine Boeing, tröstete mich das große Entertainment Angebot des Flugzeuges, über die doch recht lange Flugzeit, etwas hinweg. Jede Rückenlehne war mit einem Multimedia-System ausgestattet, wo sich die Flugroute verfolgen ließ, diverse Filme in verschiedenen Sprachen (auch Deutsch) angeboten wurden oder auch kleine Minispiele im Angebot waren. Für Zeitvertrieb war also gesorgt. Dennoch wurde mir, wie sollte es auch anders sein, nach circa der Hälfte des Fluges übel. Ein kurzer Spaziergang über den Gang, sowie eine Reisetablette schufen jedoch Abhilfe.

Am Ersten Abend, als ich auf dem Weg zum Hotel war, hatte ich mich auch sogleich Verlaufen. Nachts in der größten Metropolregion der Welt. Zu meinem Glück traf ich jedoch schon am Ersten Abend auf ein sehr freundliches Pärchen, dass zu meinem Glück jedoch ganz gut Englisch sprechen konnte und mich ein Stück meines Weges zum Hotel begleitete. Eingecheckt habe ich spät nachts im Mystays, in Asakusa. Bei diesem Hotel ist in der Regel keine Verpflegung im Preis enthalten, was mich selbst aber nicht weiter gestört hatte, da ich den überwiegenden Teil des Tages sowieso unterwegs war. Das Hotel bietet weitgehend westlichen Standard. Wenn sich jemand für ein traditionelles Hotel (ein Ryokan) interessiert, sollte er sich nach einem anderen Hotel umsehen. Die Preise für Hotelzimmer in Tokyo sind allerdings recht hoch, sodass jeder für sich selbst entscheiden muss, welcher Komfort einem besonders wichtig ist. Zu dem von mir gebuchten Hotel kann ich allerdings jedem empfehlen, sich ein eigenes Kopfkissen einzupacken. Dies soll natürlich nicht heißen, dass in dem Hotelzimmer kein Kopfkissen auf mich gewartet hatte, aber das dort vorhandene Kopfkissen war dann doch etwas zu unkomfortabel, kurz um gesagt, es war viel zu hart. Ansonsten habe ich bezüglich meines Hotels nichts zu beanstanden gehabt.

Für Japan-Neulinge empfehle ich am Ersten Tag nach Shinjuku zu reisen, um dort das Hauptstädtische Rathaus zu besuchen. Das Rathaus bietet nicht nur im 1.UG eine Touristeninformation, sondern auch eine kostenlose Aussichtsetage im 45.Stock, von dem man eine erste gute Aussicht über diese riesige Stadt genießen kann. Ein entsprechender Souvenir-Shop, sowie ein Café warten natürlich auch im 45. Stock auf jeden interessierten Besucher. Mit dem deutschen Tokyo Reiseführer im Gepäck lässt sich direkt der Stadtteil erkunden. In Shinjuku wartet neben dem Rathaus zudem noch ein großer Nationalgarten (Shinjuku Gyoen-Nationalgarten), dass Elektro-Viertel, sowie das große Amüsierviertel Kabukicho (Rotlichtviertel). Mit all seinen Facetten reicht Shinjuku aus, um an einem oder gleich mehreren Tagen die Ecken dieses Vielfältigen Stadtteils zu erkunden. Sollte kein Steckdosen-Adapter im Gepäck gelandet sein, bietet Shinjuku mit seinen vielen Elektronik-Geschäften zahlreiche Anlaufpunkte, um einen solchen Adapter im Nachhinein zu erwerben.

Ich selbst wollte am liebsten alles auf eigene Faust erkunden, ohne vor dem Urlaub einen festen Plan zu haben, welche Wege ich zu bestreiten habe. In weiteren, folgenden Artikeln werde ich auf diverse Erlebnissen in Tokyo näher eingehen und von der japanischen U-Bahn, Onsen, Katzen-Cafés, anderen außergewöhnlichen, aber nennenswerten Cafés / Bars oder weiteren spannenden Dingen rund um Tokyo berichten.

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